9. November 2009
Die Existenz Gottes zu beweisen ist der Mensch schon unzählige Male vergebens ausgezogen, es ist ihm bis heute nicht gelungen. Gott entzieht sich, macht sich rar. Jedenfalls für die Statistik und für die Wissenschaft, die gerne wissenschaftlich messbare Kriterien auffinden würden, wenn sie denn welche fänden. Dass Gott immer zahllosen Individuen subjektive Beweise geschenkt hat in Form von Gotteserfahrungen, die leider nicht an Andere vermittelbar sind, steht auf einem anderen Blatt. Der Traum vom objektiven Gottesbeweis hingegen hat sich bis heute nicht erfüllt. Weiterlesen
7. November 2009
Der Mensch liebt sich am meisten von seiner Schokoladenseite, wobei die meisten Menschen tatsächlich eine passable Vorzeigefassade vorweisen können, unter der man sich unbesorgt präsentieren kann. Ehrliche Zeitgenossen wissen, dass unter der Vorzeigeoberfläche schon mal gerne auch weniger schöne Zuge ihr Schattendasein fristen, kein Mensch ist frei von so etwas, nur gibt es niemand so gerne direkt zu. Obwohl jeder weiß, dass dieses Phänomen nur allzu menschlich ist. „Nobody ist perfect“, dieser Spruch ist siegreich um die Welt gezogen, nur so ganz genau möchte man es dann auch wieder nicht wissen. Weiterlesen
Selbsterkenntnis ist nicht immer gleichermaßen willkommen. Selbsterkenntnis hat verschiedene Facetten, die für den Menschen unterschiedlich angenehm sind. Angenehm ist es, Selbsterkenntnis als aktivierende Beauftragung zu erleben, die den Weg aufzeigt, den man berufen ist zu gehen. Wesentlich weniger angenehm ist es, dabei auf die eigene Triebnatur zu stoßen, insbesondere wenn die eigenen Triebbegehren nicht mit einem idealisierenden Konzept fortgeschrittenen Reifungsverhaltens übereinstimmen, dem man sich eigentlich zuordnet, wenn man sich doch schon dem Entschluss unterzieht, einen Seelenspiegel anzufordern in Form eines Psychogramms. Begegnungen dieser Art schätzt der Mensch nicht, er möchte sich lieber in der Dimension aufhalten, wo schicksalhafte Berufungen vergeben werden an weit entwickelte Seelen, die schon viel geschafft haben auf der Stufenleiter der spirituellen Fortentwicklung. Weiterlesen
4. November 2009
Klassisches Horoskop und Tierkreispsychogramm unterscheiden sich von Grund auf, wie an anderer Stelle ausführlich dargelegt. Das Tierkreispsychogramm bietet dem Menschen 28 unveränderliche Kurzaussagen psychologischen Inhaltes an, die das Verhalten oder das Erleiden des Menschen charakterisieren, auf den Punkt bringen. Die darin enthaltene Botschaft ist in Grenzen interpretierbar, aber nicht korrumpierbar. Die Aussage „der Mensch leidet für neue Ideen“ zeigt auf keinen Fall einen freudigen Menschen, sondern eine eben leidvolle Erfahrung, die von Schmerzen zeugt, während die Aussage „der Mensch verrät die Wahrheit“ ein eher schwieriges Verhalten andeutet, wo der Mensch sich auf einem Irrweg befindet. Wird hingegen ausgesagt „der Mensch will Liebe für alle“, dann darf man getrost eine hingebungsvolle Haltung unterstellen, wo ein Mensch zumindest in seinem Denken idealisiert. Was letztendlich bei allen drei Aussagen konkret erlebt wird, kann man nicht ablesen, das weiß nur der betroffene Biographieträger selber, wenn er in der Lage ist, zumindest vor sich selbst ehrlich genug zu sein, die jeweilige Aussage dem biographischen Erleben zuzuordnen, das dabei treffsicher gespiegelt wird. Weiterlesen
3. November 2009
Innerhalb der Astrologie konkurrieren zwei große Stränge miteinander, nämlich die Impuls-Astrologie und die Qualitäten-Astrologie, wobei traditionellerweise die Impuls-Astrologie der ältere und immer noch durchsetzungskräftigere ist.
Unter Impuls-Astrologie versteht man ein Weltbild, innerhalb dessen ein magisches Kraftfeld imaginiert wird, das Einfluss nehmen soll auf die Geschicke und Handlungen der Menschen. Man projiziert die Urheber der Kräfte auf die Planeten, welche vermeintliche Empfindlichkeitspunkte des Menschen berühren und aktivieren mit unterschiedlichen Impulsqualitäten im Sinne von optimierender Verstärkung oder Kräfte zehrender Irritation. Weiterlesen
1. November 2009
Ich sah erstmalig einen wirklich lebendigen Tierkreis vor mir, der nicht nur zwölf menschliche Charaktere enthielt wie der traditionelle Tierkreis, sondern zwölf Menschheitswege entfaltete innerhalb archaischer Beauftragungen, mit denen jeder Mensch in jedem Leben konfrontiert wird. Das Spektrum dieser Wegbeschreibungen ist ungleich viel weiter gefasst als die traditionellen Sternzeichen, Charakter und Verhaltensweise werden gleichermaßen hervorgehoben, wobei das so dargebotene Menschsein nicht einseitig, sondern eher als Gegensatzerfahrung dargestellt wird. Erfolg und Scheitern sind darin untrennbar miteinander verwoben und nur im subjektiven Erleben Gegensätze, aus übergeordneter Sicht aber gehören sie zusammen, denn nur so entsteht Reifung, wenn der Mensch beides erfährt. Weiterlesen
Ich bin eine inspirierte Schreiberin, die in unregelmäßigen Abständen einen kreativen Druck in sich verspürt, der erst nachlässt, wenn ich dem, was aufs Papier will, Raum gebe, sich zu manifestieren. Alle meine Schriften sind so entstanden, so dass ich tatsächlich keine Autorin bin mit Plan, sondern eine, die immer für Überraschungen gut ist, obwohl die Inhalte meines Schreibens grundsätzlich mit meinen Interessengebieten im direkten Zusammenhang stehen. Weiterlesen